window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'UA-8787346-1');
Hochschulrektorenkonferenz, Kommission "Neue Medien und Wissenstransfer"
Beiträge zur Hochschulpolitik 2/2014, Bonn: Hochschulrektorenkonferenz.
Publication year: 2014

Massive Open Online Courses (MOOCs) sind digitale Lehrformate, die Anregungen für die Weiterentwicklung von Konzepten des E-Learnings, des Web 2.0 und der Open Educational Resources beinhalten. Sie können vor, während und nach dem Studium eingesetzt sowie auf Kurs-, Modul- und Studiengangsebene in die akademische Lehre integriert werden. c(connektivistische)MOOCs werden seit 2011 durchgeführt, in deren Mittelpunkt das selbst organisierte Lernen in seminar- und kolloquiums- ähnlichen Situationen steht. Die vorlesungsähnlichen x(extended) MOOCs stehen seit 2012 im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. MOOCs haben vielfältige innovative Potenziale. Diese bestehen u. a. in der großen räumlichen sowie teilnehmerbezogenen Reichweite, in kolla- borativen Formaten und transparenter Lehre. MOOCs können außerdem in spezifischen Bereichen Mehrwerte realisieren. Zu diesen Bereichen zählen Hochschulmarketing, Übergangsangebote, standardisierte Mas- senveranstaltungen, kleine Fächer, blended-, c- und interdisziplinäre MOOCs sowie bestimmte Felder der Weiterbildung.

MOOCs sind aber auch mit Problemen und Risiken verbunden. Diese erstrecken sich u. a. auf den offenen Zugang, die Einbindung ins Studi- um, rechtliche Rahmenbedingungen und nachhaltige Geschäftsmodelle. MOOCs sind in Herstellung und Betrieb sehr ressourcenintensiv und eignen sich nicht als Sparinstrumente. Für die virtuelle Plattform, Konzep- tion, Produktion, Lehrbetrieb, Auswertung sowie inhaltliche und techni- sche Weiterentwicklungsaufgaben entsteht ein erheblicher zeitlicher und monetärer Aufwand. Digitale und Präsenzlehre sind kein Widerspruch. Möglicherweise wird es künftig mehrere Orte des Lernens geben. Gerade aber eine vorausset- zungsvolle soziale Interaktion wie das Lernen benötigt ein Mindestmaß an persönlichem Vertrauen und ein Zusammenspiel verschiedener Sin- neseindrücke.